Moin moin aus Neuseeland,
lange ist es her dass ich zum Volk gesprochen habe. Doch heute ist es wieder so weite, heute erfahrt ihr ALLE Details der vergangenen Tage/Wochen/Monate. Meine lange Abwesenheit hat mehrere Gründe. Zu aller erst war nach der Arbeit einfach iiiiimmer was los, teilweise und insbesondere während der letzten Wochen habe ich sehr viel gearbeitet, 11 Stunden manchmal, außerdem hab ich auf mysteriöse Weise mein Handy verloren, darauf werde ich im folgenden aber nicht weiter eingehen, desweiteren war ich auf der Suche nach einem besseren Blog, denn der Alte gefiel mir aufgrund der geringen Auflösung der Bilder nicht mehr, und zu guter Letzt wer schreibt schon einen Blog über seine Arbeit? Ich mein keiner von euch tut das.
Trotzdem ich bin anders und berichte euch deshalb heute ausführlich und in HD. In den vergangenen Wochen hab ich viele neue Erfahrungen gemacht, positive sowie negative, einige nützlich, andere weniger.
Beginnen tu ich in Hastings. Mit meinen in Motueka kennengelernten neuen Reisegefährtinnen Lea aus Deutschland und Jaclyn aus den USA bin ich nach Hastings mit der Absicht Geld zu verdienen gefahren. Schon auf der Hinfahrt haben wir uns entschieden aus Kostengründen für die Zeit in eine Wohnung zu ziehen, was dann nach ein paar Tagen suchen auch geklappt hat. Meine erste Wohnung und dann auch noch in Neuseeland. Mensch was war ich aufgeregt. Aber schön wars.
Arbeit haben wir gleich am ersten Tag gefunden, wobei wir jedoch noch einige Male den Arbeitsort gewechselt haben. Zu Beginn Weintrauben pflücken, anschließend drei Tage im Packhouse Kürbisse umgedreht damit der Typ nach mir die Stile abschneiden kann und schließlich zum das geliebten Apfelpflücken.
Das alles über einen Arbeitgeber und damit einher schon eine Erfahrung die sich im grunde nur wiedereinmal bestätigt hat, arbeitet man für einen Contracter aka Leiharbeitsunternehmen wird man immer irgendwie irgendwo beschissen. So auch bei diesem. Nichtsdestotrotz haben wir zwei Wochen für den Typ gearbeitet. Und damit sind wir auch schon bei der nächsten erfahrung. Jaclyn hat sich schon in Motueka mit ihren Ausgaben verkalkuliert und musste sich daher Geld leihen. Warmherzig wie ich bin habe ich selbstverständlich einiges ausgelegt, aber wie soll es auch anders sei hat sie sich entschieden uns zu verlassen und woanders hinzugehen. Natürlich mit einer offnenen Rechnung und zudem mussten wir nun die Wohnung zu zweit bezahlen. Die 130 € habe ich bisher immer noch nicht wieder.
Zeitgleich mit ihrem Verlassen haben Lea und ich jedoch die wohlmöglich beste entscheidung während unserer gemeinsamen Zeit getroffen. Wir haben uns in Eigenregie einen Apfelorchard gesucht auf dem wir arbeiten konnten. Das hat auch auf Anhieb und zudem haben wir da einen sehr guten erwischt wie sich später herausgestellt hat. Diese Tatsache hat uns auf der Apfelpflückerkarriereleiter ganz weit nach oben gebracht und ich kann nun mit stolz verkünden dass ich zum semiprofessionellen Apfelpflücker aufgestiegen bin. Vorweg schonmal vielen dank für die Glückwünsche.
Auf dem Orchard selber hat einfach alles gepasst, sehr cooler und lustiger Chef, durchgeknallte Trekkerfahrer, nette Arbeitskollegen und ordentlich Äpfel auf den Bäumen.
Um meine neu entdeckte Leidenschaft zu Äpfeln auch mit euch zu teilen zeige ich euch nun einige Beispiele von Äpfeln. Auch Äpfel sind Individuen und sie haben es verdient mit Respekt behandelt zu werden.
Kleine Äpfel
Große Äpfel
Breite Äpfel
Schräge Äpfel
Dünne Äpfel
Eckige Äpfel
Popo Äpfel
... Äpfel
Gepunktete Äpfel
Äpfelschnitzereien
Äpfel mit Löcher
Emo Äpfel
Siamesische Äpfel
Unschlüssige Äpfel
Schrumpelige Äpfel
Igel Äpfel
Herz Äpfel
Normale Äpfel
Nach dieser wunderschönen Zeit haben wir uns entschieden nach Te Puke zum Kiwipflücken und -packen zu fahren. Wir beide hatten Arbeiten mit Kiwis noch auf unserer to-do liste und so pflückten wir zwei Tage lang Kiwis. Uns beiden gefiel das Pflücken allerdings nicht wirklich. Ich selbst war zu groß für die Arbeit und Lea kam mit dem Supervisor, der anscheind mal Drillinstructor beim Militär war, nicht klar. Auch diese Arbeit war über einen Contractor und auch hier der bittere Beigeschmack des Bescheißen, diesmal sogar noch dreister. Naja waren ja nur zwei Tage und so haben wir nach einen Job im Packhouse gesucht, den wir dann auch sofort gefunden haben. Lea hat Kisten mit Kiwis geschlossen und ich hab dann mit meinem muskulösem Oberkörper diese dann auf Paletten gestapelt. Zehn Stunden Workout pur, besser als jede Definitionsphase ;-)
Wir auch immer, als ich dann so die Kisten mit meinem nahezu dauerhaft angespanntem Bizeps und Latissimo gestapelt habe, habe ich die wohlmöglich tollsten Neuseeländerinnen überhaupt gekennengelernt. Drei Geschwister und eine tollerer als die andere. Diese neuen Bekanntschaften haben erheblich zum Spaßfaktor bei der eigentlich eintönigen und schlauchenden arbeit beigetragen. Für mich persönlich die coolsten zwei Wochen Arbeiten in NZ.
Neben dem Arbeiten haben wir auch einige Male etwas in der Freizeit unternommen. Unteranderem haben die drei uns ein wunderschönes Wochenende bereitet, den einen Tag sind wir mit dem Vater segeln gefahren und im Anschluss daran zum Relaxen in die Hotpools, den anderen haben wir einen kleinen aber schönen Berg, naja eher ein Hügel nennt sich aber selber Mount, bestiegen.
Segeln - mein allererstes Mal überhaupt
Meine Erfahrungen bis hierhin sind:
- erste Wohnung, Vaddi manchmal musst ich an dich denken, als ich mich wieder mal um die Küche kümmern musste weil niemand seinen Kram wegeräumt hat ;-)
- Leiharbeit bleibt Leiharbeit
- Leihe niemals anderen Reisenden Geld!
- Neuseeländer sind tolle Menschen
Zu meinen Eindrücken bezüglich des Arbeiten und Leben in Neuseeland denke ich hat man beruflich gesehen in Deutschland um einiges bessere Möglichkeiten und Chancen, vorallem die Chance auf ein gutes Einkommen, denn viele Jobs werden hier nur mit Mindestlohn bezahlt. Ein Leben hier könnte ich mir derzeit noch nicht vorstellen, jedoch seinen Lebensabend hier zu verbringen halte ich für eine gute Sache. Für mich persönlich kann ich außerdem sagen, dass ich wieder in meinen alten Berufszweig zurückkehren möchte, wieder etwas mit Ansprich vollbringen, da verzichte ich auch gerne auf die Muskeln aus Stahl.
Mit diesen Neu gewonnen Erfahrungen und Eindrücken sind Lea und ich für eine allerletzte gemeinsame Unternehmen in den Wanganui National Park gefahren um dort gemeinsam eine 5-tägige Kanutour zu meistern. War wirklich ein prima krönender Abschluss und nochmal ein großes Danke für alles liebe Lea, war eine supertolle Zeit mit dir!
Lea
Wanganui River
Arbeitslos und Lealos mache ich mich nun auf riesengroße Reise. Da ich weder in meinem Blog noch bei Facebook meine Reisepläne veröffentlich hab, hier nun meine genauen Pläne für jeden zum nachlesen. Den restlichen Juni reise ich auf Neuseelands Südinsel herum, sitze gerade im Hostel am Franz Josef Gletscher und morgen mach ich eine Gletschertour mit, Im Anschluss daran gehts nach Sydne und von dort nach Brisbane wo ich meinen alla alla alla Lieblingsbruda empfange :) Freu mich jetzt schon riesig das wird superklasse! Mit nem Allradler gehts dann innerhalb von zwei Wochen bis nach Cairns hoch. Nachdem dem herzzereißendem Abschied geht es für mich nach Singapur wo der größte Teil meiner Reise beginnt. Singapur-Malaysia-Thailand-Laos-Kambodscha-Vietnamß-(Burma)-China-Russland mit Bus und Bahn bis nach Haus. Hoffentlich klappt das so alles mit dem Visa. Habe nochmal Natalia aus Moskau gemailt, sie kümmert sich die Tage drum. Also drückt mir die Daumen.
Arbeitslos und Lealos mache ich mich nun auf riesengroße Reise. Da ich weder in meinem Blog noch bei Facebook meine Reisepläne veröffentlich hab, hier nun meine genauen Pläne für jeden zum nachlesen. Den restlichen Juni reise ich auf Neuseelands Südinsel herum, sitze gerade im Hostel am Franz Josef Gletscher und morgen mach ich eine Gletschertour mit, Im Anschluss daran gehts nach Sydne und von dort nach Brisbane wo ich meinen alla alla alla Lieblingsbruda empfange :) Freu mich jetzt schon riesig das wird superklasse! Mit nem Allradler gehts dann innerhalb von zwei Wochen bis nach Cairns hoch. Nachdem dem herzzereißendem Abschied geht es für mich nach Singapur wo der größte Teil meiner Reise beginnt. Singapur-Malaysia-Thailand-Laos-Kambodscha-Vietnamß-(Burma)-China-Russland mit Bus und Bahn bis nach Haus. Hoffentlich klappt das so alles mit dem Visa. Habe nochmal Natalia aus Moskau gemailt, sie kümmert sich die Tage drum. Also drückt mir die Daumen.
Das war es nun erstmal von mir.
Hab euch unendlich lieb und vermisse euch sehr.
Euer Julian
